Hildegard von Bingen

Der Disibodenberg ist das Kloster, in dem Hildegard den längsten Teil ihres Lebens verbrachte. Hier erhielt sie ihre für eine Frau des Mittelalters ungewöhnlich fundierte Ausbildung, wuchs in die Führung eines Frauenklosters hinein und fasste am Disibodenberg den Entschluss ihr eigenes Kloster am Rupertsberg bei Bingen zu gründen.

Am Disibodenberg begann sie 1141 mit der Aufzeichnung ihres ersten theologischen Werkes Scivias – Wisse die Wege des Herrn, das nach mehr als einem Jahrzehnt beendet werden konnte. Mit Hilfe Ihres Vertrauten des Benediktinermönches Volmar, der das Lektorat des Lateinischen besorgte und mit der Unterstützung der später hinzugekommenen Schwester Richardis von Stade, bildet sich eine höchst modern anmutende Arbeitsgemeinschaft. Nirgends sonst aber als auf dem Disibodenberg hatte sie die Fähigkeiten entwickeln können, die sie brauchte, um die unendlichen Schwierigkeiten einer eigenen Klostergründung und Erhaltung anzufassen und durchzustehen.

Regiomontanus

Hildegard von Bingen