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Hildegard von Bingen
Am Disibodenberg wächst und reift Hildegard, der Rupertsberg ist die Zeit der Ernte. In unglaublicher Dichte folgen, nach Sicherung der Existenz des neuen Klosters, die Werke, die auch heute noch ihre Bedeutung nicht verloren haben, ja in vielem eine wieder wachsende Anziehungskraft besitzen. Zu den großen theologischen Schriften, gesellen sich ihre botanischen Studien, ihre Aufzeichnungen über die Heilkunde, ein beachtliches kompositorisches und dichterisches Werk, ja sie entwickelt eine eigene Sprache. Und dennoch ist es kein Werk ausschließlicher Kontemplation, Hildegard mischt sich ein. Ein Briefwechsel europäischen Formats entsteht, in hohem Alter unternimmt sie die Strapazen ihrer Predigtreisen und mit Augenmaß sichert sie die Zukunft ihrer Klöster Rupertsberg und des hinzugekommen Klosters in Eibingen. Im Umgang mit den Großen ihrer Zeit, mit Päpsten, Kaisern oder Bischöfen zeigt Sie sich bis zuletzt auf Augenhöhe.
Dem Disibodenberg aber schenkte sie die auf Bitten des damaligen Disibodenberger Abtes Helenger um 1170 aufgezeichnete Lebensbeschreibung Disibods und wurde somit auch die erste Historikerin des Disibodenbergs.
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Hildegard von Bingen |