31. März 2018

Kraftorte auf dem Disibodenberg – eine meditative Begegnung

Der Disibodenberg ist von alters her ein Ort mit besonderer Anziehung. Kelten verehrten diesen Ort als heilige Stätte, Römer bauten später einen Tempel, der Legende nach ließ sich der irisch-schottische Wandermönch Disibod hier als Einsiedler nieder, Augustiner gründeten ein Stift, Benediktiner errichteten eine imposante Klosteranlage, die schließlich bis zur Reformation von Zisterziensern besiedelt wurde.

Eine Facette dieser Anziehung mag darin liegen, dass dem Berg Eigenschaften eines umfangreichen Kraftfelds zugeschrieben werden. So sind an vielen Stellen Kraftorte auszumachen, die meditative Erfahrungen intensivieren können. Insbesondere Kirchen wurden im Mittelalter bevorzugt an Kraftorten positioniert. Coach Ulrike Lindemann führt Sie an diese Orte und leitet Meditationen an.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €

Dauer: 15-17 Uhr

Anmeldung erforderlich bis 29. März via: anfrage@disibodenberg.de

16. Juni 2018

Der romantische Landschaftspark von 1840

14. Juli 2018

Wenn Steine sprechen – Archäologie und mittelalterliche Inschriften auf dem Disibodenberg

28. Dezember 2018

Romantische Fackelwanderung durch die Klosterruine Disibodenberg

14. April 2017

Blütezeit des Klosters Disibodenberg: Benediktiner und Zisterzienser

Das Kloster Disibodenberg bestand rund 1000 Jahre. Während die ersten 500 Jahre weitgehend im Dunkeln liegen, sind die Epochen der Benediktiner und Zisterzienser gut nachvollziehbar.

Die Kunsthistorikerin Gabriele Wahn lässt diese Zeit lebendig werden: Benediktiner begannen mit dem Bau einer „Stadt auf dem Berg“, die die Menschen in der näheren und fernen Umgebung beeindruckte. Sie blieben 150 Jahre. In den benediktinischen Anfangsjahren verbrachte auch eine gewisse Hildegard (die später berühmte „von Bingen“) den größeren Teil ihres Nonnenlebens an dieser Stätte.

Im 13. Jahrhundert übernahm eine Delegation Otterberger Zisterzienser die Besiedlung und Verwaltung des Klosters. Sie blieben 300 Jahre hier und führten das Kloster zu neuerlicher wirtschaftlicher Blüte.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €

Dauer: 15-17 Uhr

Anmeldung angenehm, aber nicht erforderlich, Kontakt: anfrage@disibodenberg.de

Der romantische Landschaftspark auf dem Disibodenberg wurde im Auftrag des Eigentümers der Ruine, Peter Wannemann, um 1842 vom Heidelberger Gartenbaudirektor Johann Ludwig Metzger angelegt. Er orientierte sich damals am Vorbild englischer Landschaftsgärten, wo Licht- und Schattenzonen einander abwechselten sowie Sichtachsen den Blick in die umliegende Landschaft freigaben. Der Park galt unter Kreuznacher Kurgästen als lohnendes Ausflugsziel.

Heute steht dieser Park unter Denkmalschutz und wird aufwändig von Baumgärtnern gepflegt. Viele der 170 Jahre alten Bäume erzählen individuelle Geschichten. Baumgärtner Martin de Wyl wird auf der Führung auch auf die besondere Botanik auf dem Disibodenberg eingehen.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €; Anmeldung nicht erforderlich.

Dauer: 15-17 Uhr

Anmeldung erforderlich bis 14. Juni via: anfrage@disibodenberg.de

11. August 2018

Jugendführung: Alltag im Kloster

Das Disibodenberger Kloster wurde im Mittelalter als „kleine Stadt auf dem Berg“ angesehen. Die Menschen, die hier lebten, waren weitgehend auf sich selbst gestellt. Sie mussten das meiste selbst bewältigen, was zum täglichen Leben gehörte – Lebensmittel produzieren, kochen, putzen, nähen, beten, predigen, schreiben, lesen, unterrichten, medizinisch heilen, (um)bauen, herstellen, renovieren, reparieren, Geld verdienen.

Welche Auskunft geben uns die Steine, Mauern, Gebäude noch heute? Wo schliefen die geweihten Mönche, wo die Laienbrüder, wo die Nonnen? Wie funktionierte der Backofen? Wer wurde hier bestattet und in welcher Form? Wo wurden Lebensmittel gelagert? Woher kam das frische, wohin floss das verbrauchte Wasser? Wo waren die Toiletten? Wofür war der Abt zuständig, wofür der Cellerar und der Kämmerer? Welche Kleidung trugen sie?

Dieses und mehr werden wir in der „kleinen Stadt auf dem Berg“ entdecken. Die Leiterin des archäologischen Museums, Ulrike Lindemann, geht mit Jugendlichen auf eine spannende Entdeckungsreise.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung für Jugendliche 9,- €,
begleitende Erwachsene 10,- €

Dauer: 15-17 Uhr

Anmeldung erforderlich bis 9. August via: anfrage@disibodenberg.de

1985 bis 1990 führte das damalige Landesamt für Denkmalpflege in Mainz umfangreiche archäologische Grabungen auf dem Disibodenberg durch. Dr. Eberhard Nikitsch war damals für die Publikation der mehr als 60 aufgefundenen mittelalterlichen Grabplatten zuständig, übersetzte ihre lateinischen Inschriften und fügte damit zahlreiche neue Puzzlesteine zur Klostergeschichte bei.

Als „Insider“ weiß Dr. Nikitsch auf dieser Führung auch darüber hinaus viele spannende Details zur Archäologie einer Klosterruine, die als eine der größten Deutschlands gilt. 

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €

Dauer: 15-17 Uhr

Anmeldung erbeten bis 12. Juli via: anfrage@disibodenberg.de

29. September 2018

Kraftorte auf dem Disibodenberg – eine meditative Begegnung

Der Disibodenberg ist von alters her ein Ort mit besonderer Anziehung. Kelten verehrten diesen Ort als heilige Stätte, Römer bauten einen Tempel, der Legende nach ließ sich der irisch-schottische Wandermönch hier als Einsiedler nieder, Augustiner gründeten ein Stift und Benediktiner errichteten eine imposante Klosteranlage, die bis zur Reformation von Zisterziensern besiedelt wurde.

Eine Facette dieser Anziehung mag darin liegen, dass dem Berg Eigenschaften eines umfangreichen Kraftfelds zugeschrieben werden. So sind an vielen Stellen Kraftorte auszumachen, die meditative Erfahrungen intensivieren können. Insbesondere Kirchen wurden im Mittelalter bevorzugt an Kraftorten positioniert. Ulrike Lindemann führt Sie an diese Orte und leitet Meditationen an.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €

Dauer: 15-17 Uhr

Anmeldung erforderlich bis 27. September via: anfrage@disibodenberg.de

1. November 2018

Mächtige Frauen auf dem Disibodenberg

Am Jahrestag des Eintritts von drei Frauen in das Kloster Disibodenberg – am 1.11.1112 – lenkt die Historikerin Ulrike Lindemann einen Blick auf deren erstaunliche Entwicklung: Jutta Gräfin von Sponheim ließ sich auf eigenen Wunsch in einer Klause einschließen. Ob die beiden Begleiterinnen, eine gewisse Hildegard und eine weitere junge Frau, dieses Schicksal teilten, kann vermutet werden.

„Wer schreibt, der bleibt.“ Hildegard gilt heute als berühmteste Frau des Mittelalters in Deutschland, weil wir aufgrund ihres umfangreichen Werks viel von ihr zu wissen glauben. Doch war Gräfin Jutta nicht minder einflussreich, wie ihre Vita erahnen lässt. Später trat Richardis von Stade in den Frauenkonvent ein. Ihre Eltern verfügten als Markgrafen der Nordmark über einen noch größeren Machtbereich als Juttas Bruder im Naheland. Zur Zeit von Hildegard gelangte das Kloster Disibodenberg aufgrund ihres Wirkens zu hohem Ansehen im überregionalen Raum.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €

Dauer: 14-16 Uhr

Anmeldung angenehm, aber nicht erforderlich: anfrage@disibodenberg.de

(Änderungen vorbehalten, siehe auch Veröffentlichungen in der Presse)

Zum Jahresausklang führt Sie die 1. Vorsitzende der Scivias-Stiftung, Luise von Racknitz, im Schein von Fackeln durch die Ruinen. Erleben Sie den Zauber der winterlichen Stille in der Dunkelheit einer imposanten historischen Stätte.

Fackeln werden gestellt, wir empfehlen warme Kleidung und festes Schuhwerk.
Am Ende der Führung erwartet Sie wärmender Glühwein/Kinderpunsch.

Zeitpunkt: 17:30 Uhr

Treffpunkt: Hof des Disibodenberger Museums

Kosten: Eintritt inkl. etwa eineinhalbstündiger Führung, Fackel, Glühwein 15,- €

Anmeldung erbeten bis 26. Dezember via: scivias@disibodenberg.de

Achtung: Im Winter sind wetterbedingt Terminverschiebungen u.U. kurzfristig notwendig, deshalb erleichtert eine Anmeldung per Mail die Kommunikation.

Themenspaziergänge

12. Mai 2018

Weg der Stille

Im Gehen, Schweigen und Hören sollen Leib und Seele erfrischt werden.

Wir gehen den „Weg der Stille“ durch die Klosterruine. Zitate aus Schriften der Hl. Hildegard und Texte der Bibel begleiten uns. Spirituelle Erfahrung braucht den Weg. Die konkrete Bewegung der Füße im Garten der Natur vertieft unsere Achtsamkeit. Im Schweigen und Hören finden wir uns selbst und begegnen der dreifachen Spannung von Mensch, Welt und Gott die Hildegard beleuchtet hat. Das Erlebnis des gemeinsamen Gehens macht uns Mut und stärkt uns.

Wir sind etwa zwei Stunden unterwegs. Gelegenheit zum Alleinsein und zum Zwiegespräch mit den alten Mauern wechselt mit kurzen einfachen Meditationsübungen.

Pfarrer i.R. Wolfgang Piechota hat diese Meditationstafeln vor mehr als 20 Jahren konzipiert. Er begleitet Sie kenntnisreich auf dem „Weg der Stille“. Ein erschließendes Textheft kann zusätzlich erworben werden.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €

Dauer: 15-17 Uhr

Anmeldung erforderlich bis 10. Mai via: anfrage@disibodenberg.de

20. Mai 2018

Die Seele und ihr Zelt (Vision im Liber Scivias)

Die Hl. Hildegard von Bingen schrieb auf dem Disibodenberg ihr erstes theologisches Werk SIVIAS („Wisse die Wege“), das Papst Eugen III. auf der Trierer Synode als visionären Ursprung erklärte.

Aus den zahlreichen Visionen dieses Buches wählt Hildegard-Referentin Sabine Seith die Vision „Die Seele und ihr Zelt“ und stellt sie ausführlich vor. „Die Herrlichkeit der Engel sollte in diesem Zelt leuchten.“ So sieht Hildegard das „Zelt für die Seele“.
Die Realität sieht anders aus. Damals wie heute. Durch die Visionärin Hildegard erhalten die Leser einen Lösungsvorschlag, bleiben mit der Erkenntnis, dass Theorie und Praxis nicht übereinstimmen, aber nicht alleine.

Ein spannendes Thema zu Pfingsten, historisch möglicherweise der Zeitraum, an dem Hildegard ihre Visionen auf dem Disibodenberg empfing.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €

Dauer: 15-17 Uhr

Anmeldung erforderlich bis 18. Mai via: anfrage@disibodenberg.de  

© Abtei St. Hildegard, Rüdesheim-Eibingen

Bevor die Hl. Hildegard (1098-1179) auf dem Rupertsberg bei Bingen ihr eigenes Kloster gründete, verbrachte sie  fast 40 „Lehrjahre“ auf dem Disibodenberg. 

Am authentischen Ort stellt Historikerin Ulrike Lindemann eindrucksvoll dar, wie Hildegard – nicht zuletzt beeinflusst durch ihre Meisterin Jutta von Sponheim – ihre Persönlichkeit und Spiritualität entwickelte und zu einem Universalgenie reifte.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €

Dauer: 15-17 Uhr

Kontakt: anfrage@disibodenberg.de

30. Juni 2018

Als Hildegard noch nicht in Bingen war – Lehrjahre auf dem Disibodenberg

13. Oktober 2018

Die Marone – mehr als eine köstliche Frucht

In ihrem Buch „Physica“ beschreibt die Hl. Hildegard 74 verschiedene Bäume und deren Nutzen. Der Marone – Esskastanie – kommt eine besondere Rolle zu. Die Äbtissin qualifiziert sie als „Baum der Weisheit“.

In dem Themenspaziergang durch das Ruinengelände beleuchtet die Kastanienkennerin und Hildegard-Referentin Sabine Seith die unterschiedlichen Gesichtspunkte dieses herausragenden Baumes und seiner Frucht.

Am Ende der Veranstaltung werden die Teilnehmer mit einer Kostprobe verwöhnt.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: 10,- €

Dauer: 15-17 Uhr

Anmeldung erforderlich bis 11. Oktober via: anfrage@disibodenberg.de
(bitte angeben, ob eine Glutenunverträglichkeit besteht)

© Abtei St. Hildegard, Rüdesheim-Eibingen

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