Malerisch hingestreckt liegt der Rücken des Disibodenbergs im Mündungsdreieck von Glan und Nahe. Kaum lässt sich zwischen den Wipfeln der hohen Bäume die Klosterruine ausmachen.

Eingebettet in den romantischen Park aus der Mitte des 19. Jahrhunderts liegt die Klosterruine auf dem Plateau des Berges. Von hier haben Sie die schönste Aussicht in die Täler beider Flüsse.

Zwischen Nahe und Glan

Bereits die Kelten wählen diesen mystischen Ort für eine heilige Stätte. Römer bauen hier einen Jupitertempel. Der Namenspatron des Berges, der hl. Disibod, lässt sich im 7. Jahrhundert als Einsiedler im Osten des Berges nieder. Um 1000 errichten Augustiner Chorherren ein Stift. Benediktiner erbauen im 12. Jahrhundert eine gewaltige Klosteranlage. Die hl. Hildegard verbringt hier ihre ersten 39 Klosterjahre als Inklusin. Im Hochmittelalter übernehmen Zisterzienser das Kloster, erweitern es nochmals und führen es zu wirtschaftlicher Blüte.

Heiliger Ort

Nach der Reformation verfällt das Kloster und wird von benachbarten Orten als Steinbruch genutzt. Archäologische Ausgrabungen in den 80-er Jahren des 20. Jahrhunderts legen die Grundmauern wieder frei, so dass der Besucher heute einen guten Eindruck von der imposanten Anlage erhält, die sich über 2,5 Hektar erstreckt.

Eindrucksvolle Klosterruinen

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