Geschichte des Disibodenberges

Nachklösterliche Zeit
Mit Beginn des 17. Jahrhunderts wird das Kloster gegen das Verbot der pfalz-zweibrückischen Herrschaft von den Anwohnern der umliegenden Orte als Steinbruch benutzt.
Eine erste nachklösterliche Blüte erreichte der Disibodenberg, als ein neuer Erbe des Besitzes Peter Wannemann den Heidelberger Gartenbauinspektor Ludwig Johann Metzger mit der Anlage eines romantischen Ruinenparks betraut. Die Ruine wird ein attraktives Naherholungsziel vor allem für die aufstrebenden Bäder Kreuznach und Münster.
1954 erbt Gräfin Ehrengard von Hohenthal die Klosterruine. Ihrem und dem Engagement ihres späteren Mannes Hans-Lothar Freiherr von Racknitz sind die weitgehende Sicherung, und Erhaltung der Klosterruine zu verdanken.
1989 überführen sie die Klosteranlage in die Disibodenberger Scivias Stiftung. Zu den Feierlichkeiten des 900. Geburtstagjahres der Hl. Hildegard gelingt mit dem Museumsbau die angemessene Präsentation und Aufbewahrung der unersetzlichen Schätze. Mit dem Bau der neuen Hildegardiskapelle, vornehmlich von Spenden getragen, entsteht ein kleines Zentrum des ökumenischen christlichen Lebens. Hinzu kommt die Einrichtung eines Meditationsweges, an dessen Stationen der Besucher in Auseinandersetzung mit Texten der Psalmen und der Hl. Hildegard die Ausstrahlung des Ortes in eindrucksvoller Weise erfahren kann.

...Zeit der Benediktisner